Ich öffne die Tür und beginne zu laufen. Einfach dem erdig-herben Regenduft hinterher, den der Herbst mit sich bringt.
Ich schlendere durch die leeren Gassen.
Es regnet seit Tage ununterbrochen. Unaufhörlich.
Menschen scheinen dieses Wetter nicht zu mögen.
Doch mich erinnert er an die schönen alten Zeiten,
als ich unterm strömenden Regenhimmel tanzte und jeder Tropfen sich auf meiner Haut niederlegte.
Sowohl verbinde ich den Regen auch mit Dingen, die ich liebe,
Wie Schallplattenmusik, Wolldecken und Kerzenschein. Wie schwarzer Tee an Sonntagen,
Wie deine beruhigende tiefe Stimme, die mich in den Schlaf wiegt,
Wie Küsse an jenem Abend..

Jedoch fehlt mir heute das Rascheln der Herbstblätter, wenn sie über den Asphalt wehen.
Mir fehlt das Knistern des Laubes, wenn ich darauf laufe.

Aber am meisten fehlt mir Jemand an meiner Seite.

Du fehlst mir.

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